Logo FWID

EU-Dienstleistungsrichtlinie

europamitflaggen_470x250.jpgDie EU-Dienstleistungsrichtlinie  (2006/123/EG) hat das Ziel, den freien Verkehr von Dienstleistungen über nationale Grenzen hinweg zu fördern und somit den EU-Binnenmark zu stärken. Die Vorgaben dieser Richtlinie mussten bis 2009 von den EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.

Laut Artikel 6 müssen die Länder Verwaltungsverfahren und Formalitäten über Einheitliche Ansprechpartner  abwickeln lassen können, um Vorgänge zu „entbürokratisieren“. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) sollen so bei der Existenzgründung im Ausland unterstützt werden.

Die Mitgliedsstaaten haben außerdem sicherzustellen, dass den Dienstleistungserbringern über den Einheitlichen Ansprechpartner umfangreiche Informationen leicht zugänglich gemacht werden, insbesondere bei Angaben zu den im Dienstleistungsbereich unterstützenden Behörden und Kammern, sowie Informationen zu den öffentlichen Registern und Datenbanken.

Eng verbunden mit dem länderübergreifenden Austausch von Dienstleistungen ist auch die Frage der Berufsanerkennung, deren Verfahren ebenfalls über den Einheitlichen Ansprechpartner abgewickelt werden können.

Grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung

Der Binnenmarkt der Europäischen Union ist ein einheitlicher Markt, der durch den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen gekennzeichnet ist und innerhalb dessen die europäischen Bürger sich ungehindert niederlassen und einer Arbeit, einer Ausbildung oder einer unternehmerischen Tätigkeit nachgehen können.

Die Europäische Dienstleistungsrichtlinie (EG-DLR) unterscheidet zwischen der Niederlassung eines Unternehmens aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union in einem anderen Mitgliedstaat einerseits und einer grenzüberschreitenden Erbringung von Dienstleistungen (Dienstleistungsfreiheit, freier Dienstleistungsverkehr) andererseits. Niederlassung bedeutet die tatsächliche Ausübung einer wirtschaftlichen Tätigkeit durch einen Dienstleistungserbringer auf unbestimmte Zeit und mittels einer festen Infrastruktur, von der aus die Geschäftstätigkeit der Dienstleistungserbringung tatsächlich ausgeübt wird.

Niederlassung und vorübergehende Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit

Hilfreiche Informationen zur Unterscheidung von Niederlassung und vorübergehender Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit in einem EU-Mitgliedsstaat finden Sie auf der Internetseite der Europäischen Kommission.

Freier Dienstleistungsverkehr ist die vorübergehende Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit in einem anderen Mitgliedsstaat. Der Dienstleistungserbringer ist nicht in dem Mitgliedstaat niedergelassen, in dem er Dienstleistungen erbringt.

In diesem Zusaportal21-logo_0.pngmmenhang möchten wir Ihnen einen Blick in das Portal 21 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie empfehlen. Hier finden Sie die Rahmenbedingungen der grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung, Informationen unter anderem über Vertrags-, Gewährleistungs- und Insolvenzrecht in den EU-/EWR-Staaten. Ebenso können Sie sich über nationale Besonderheiten des ausländischen Dienstleistungsrechts informieren und erhalten Einblick in die jeweiligen Registrierungserfordernisse und Versicherungspflichten.

 

 

Europäischer Markt

Der riesige EU‑Markt mit über 508 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern in heute achtundzwanzig Ländern steht allen europäischen Unternehmen offen.

Der Grundsatz des freien Warenverkehrs bildet einen der Eckpfeiler des EU‑Binnenmarktes. Er sieht vor, dass innerhalb der Europäischen Union alle Beschränkungen für den Warenverkehr und den Verkauf von Waren aufgehoben werden. Eine ganze Reihe von komplizierten und unterschiedlichen nationalen Vorschriften wurde durch einheitliche Bestimmungen für die gesamte Union ersetzt. Dadurch wurden Kosten und Aufwand für die Unternehmen gesenkt und Hemmnisse für den Handel innerhalb der Gemeinschaft abgebaut.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einreise, den Aufenthalt und für Ihr berufliches Tätigwerden in den einzelnen EU-Staaten unterscheiden sich - trotz aller Anstrengungen - weiterhin voneinander. Aus diesem Grund haben wir Ihnen zu den wichtigsten Fragestellungen Informationen zusammengestellt.

Außenhandel

Dank des funktionierenden Binnenmarktes können Waren heute überall in der Europäischen Union gekauft und verkauft werden.

Mit einem Anteil von 20 % an den weltweiten Ein- und Ausfuhren ist die Europäische Union die größte Handelsmacht der Welt. Der freie Handel zwischen ihren Mitgliedstaaten war einer der Grundsätze beim Aufbau der EU.

iXPOS - das Außenwirtschaftsportal

ixpos-logo.pngAuf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wurde in jüngster Zeit gemeinsam mit wichtigen Akteuren der deutschen Außenwirtschaftsförderung das Internetportal iXPOS geschaffen.

Auf dieser zentralen virtuellen Plattform erhalten Sie einen Überblick zu allen Aspekten des Auslandsgeschäfts. Sie erfahren auch, welche der über 70 deutschen Außenwirtschaftsförderer Sie bei Ihrem Weg in neue Märkte unterstützen können.

 

Außenwirtschaftsförderung und Standortmarketing

Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing. Die Gesellschaft vermarktet den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland im Ausland, informiert deutsche Unternehmen über Auslandsmärkte und begleitet ausländische Unternehmen bei der Ansiedlung in Deutschland.

 

Bildquellenangabe: Henning Hraban Ramm (Slider) / pixelio.de